Creative Producer für eine D2C-Marke im Grooming-Segment in den USA. Auftrag: eine Beschaffungsstrecke, in der Creator, die ihre Arbeit ohnehin täglich filmen, rohe Produkt-Clips liefern. Schnitt und Strategie lagen beim Kunden.
Die Marke brauchte für ihre Anzeigen mehr rohes Produktmaterial, als sie selbst drehen konnte. Die Idee: Creator, die ihre Arbeit ohnehin täglich filmen, bekommen das Produkt und liefern Clips nach einer festen Spec. Geschnitten und getestet wird beim Kunden.
Meine Rolle war die Strecke dazwischen: vom Maßstab, was ein nutzbarer Clip ist, über Suche, Ansprache und Vertrag bis zur Bezahlung. Rahmen war eine Testphase, das Zielbild danach rund 100 nutzbare Clips im Monat.
Was ein nutzbarer Clip ist, habe ich aus den Gewinner-Anzeigen des Kunden abgeleitet: Technik, Licht und Bildausschnitt, Pflichtinhalte, Ablehnungsliste, Ton, Benennung, Rechte. An diesem Maßstab hängt jede Zahlung.
Der Brief erklärt Deal, Shot List, was einen Clip nutzbar macht und wie er genutzt wird, in Klartext. Der Vertrag passt aufs Handy: Annahme per Antwort „agreed“ samt Versandadresse, nichts ausdrucken. Dazu eine Einwilligung für Personen im Bild, per SMS oder auf Papier.
Ein Sourcing-Raster mit Suchquellen, Muss- und Sollkriterien und einem festen Takt für Wellen. Jeder Suchlauf und jeder Ausschluss gehört ins Protokoll, damit die nächste Welle dort beginnt, wo die letzte aufhörte. Die Nachrichtenvorlagen gibt es in drei Tonlagen, mit fertigen Antworten auf die häufigen Einwände.
Der Tracker rechnet Standard und Premium getrennt und gemischt, mit einer Wächterzelle, damit die Aufteilung nicht still vom Gesamtwert abweicht. Alle Werte sind reine Honorarzahlen, solange die Stückkosten des Produkts fehlen. Erfundene Beispielzeilen haben in einem Sheet, das der Kunde sieht, nichts verloren.
Die Einwilligung der gefilmten Person hängt an jedem Brief, weil sie vor dem Dreh zustimmen muss; danach ist der Clip verloren. In jeden Vertrag gehört eine Nachdreh-Klausel. Der Deckel muss erreichbar sein, also Clipzahl mal Rate. Eine veröffentlichte Rate, keine Einzelverhandlungen. Und bezahlt wird der nutzbare Clip, nicht der gelieferte.
Ein Creator bekommt 40 Dollar pro nutzbarem Clip, acht Clips, Deckel 320 Dollar. Er liefert acht, fünf bestehen die Spec. Bezahlt werden 200 Dollar, also 40 je nutzbarem Clip. Mit einer Pauschale von 320 Dollar für dieselbe Lieferung wären es 64 Dollar je nutzbarem Clip.
Kommt ein Premium-Creator zum vierfachen Satz dazu, drei Clips neben fünf Standard-Creatorn mit je acht, steigt der gemischte Wert von 40 auf gut 48 Dollar je Clip. Ein einziger Deal, gut ein Fünftel mehr. Deshalb trennt der Tracker die Stufen.
Der größte Hebel sitzt im täglichen Takt: Wie viele Erstkontakte am Tag rausgehen und wie schnell nachgefasst wird, bestimmt, wann die ersten Clips kommen. Dokumente und Ansprache laufen deshalb ab Tag 1 parallel.
Trichter, Konditionen und Tracker-Inhalte bleiben nach den Upwork-Bedingungen vertraulich. Hier steht die Methode und was sie umfasst.
| Kennzahl | Wert | Basis | Zeitraum | Messweg |
|---|---|---|---|---|
| Dokumentenset vollständig | 5 Tage | 7 Bausteine | ab Auftragsstart | Dateizeiten |
| Regeln | 23, die meisten aus echten Fällen | Regelwerk | Testphase | eigene Zählung |
| Laufzeit | 2 Wochen | eine Testphase | Auftrag | Upwork-Vertrag |
An einer Zahl: Kosten je nutzbarem Clip, getrennt nach Standard und Premium. Der Tracker rechnet sie ab dem ersten gelieferten Clip.
Die Methode: Das Regelwerk liegt als CSV bei, jede Regel mit ihrem Grund.
Marke, Produkt, Creator, Konditionen, Trichter und Tracker-Inhalte, so sehen es die Upwork-Bedingungen vor.
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