Creative Strategist für eine D2C-Marke, Performance-Video für Meta, laufend. Der Auftrag ist vertraulich, diese Seite zeigt die Methode, mit Beispielen.
Als Creative Strategist schreibe ich Skripte. Gedreht, gesprochen und geschnitten wird von anderen. Jedes Gewerk braucht andere Informationen, und jede Übergabe ist eine Stelle, an der eine Regel verloren gehen kann.
Der Stoff ist groß: Die ausführlichen Fassungen hatten zusammen rund 190.000 Wörter. Kürzen allein hilft da nicht, ein knappes Dokument verliert tragende Regeln. Die Lösung ist eine Aufteilung nach Leser.
Der Blueprint je Film trägt die Begründung und wird aufgeschlagen, wenn eine Frage kommt. Die Standardseite gilt für alle Filme und wird nur an einer Stelle gepflegt. Die Kurzkarte fasst jeden Film auf rund 1.000 Wörtern zusammen. Dazu Rollenblätter, eines je Rolle und Phase, jedes vollständig für seine Rolle. Jedes Skript trägt ein geschriebenes Argument, warum es gegen das gewinnen soll, was schon läuft.
Jede Rolle bekommt ein Blatt, das ohne ein anderes Dokument reicht. Bei neueren Filmen liest die Person vor der Kamera vor der Buchung ein eigenes Casting-Blatt, am Drehtag nur das Drehblatt. Jede Regel hat trotzdem eine einzige Quelle, die Standardseite: Die Blätter übernehmen daraus, was ihre Rolle braucht, und die Prüfrunden lesen jedes Blatt gegen diese Quelle.
Vor jeder Übergabe laufen maschinelle Gates, die null melden müssen: Sperrwörter, Wortlaut jedes Bildschirmtexts gegen die Vorlage, Empfängertest, Dateinamen, Wortzahlen. Danach zwei unabhängige Prüfrunden; jeder Befund wird vor dem Umsetzen an der Quelle gegengelesen, Runde zwei prüft die Korrekturen. Jeder Upload wird zurückgelesen, Binärdateien per Prüfsumme.
Anweisungen ans Set bekommen ein Bild und einen Prüfweg, den der Empfänger selbst ausführen kann. Von 162 Fachbegriffen mussten nur neun umgeschrieben werden, einer blieb bewusst stehen, die übrigen 152 standen schon im Abschnitt des Gewerks, das sie kennt. Das kostete gut drei Prozent mehr Text; Zahlen, Timecodes und Codeblöcke blieben unangetastet.
Nach jeder Kürzung wird jeder Satz der Langfassung gegen die neue Fassung abgeglichen. So fällt auf, was kein Längentest findet: eine fehlende tragende Regel. Die Blätter wurden von Paket zu Paket länger: Das Drehblatt hatte im frühen Paket knapp 3.200 Wörter, in einem späteren knapp 6.000. Deshalb gibt es heute Phasenblätter, jedes vollständig ohne ein anderes Dokument.
Wo die Vorlage schweigt, sich widerspricht oder rechnerisch nicht aufgeht, entscheide ich offen: Jede Abweichung wird gemeldet, nicht still gebaut. Nach zwölf Tagen standen 22 Einträge im Protokoll, zwei davon mit zusammen 34 Einzelentscheidungen. Überholte Fassungen werden nicht gelöscht, sie tragen „VERALTET“ im Titel.
Statt „Kamera 30 Grad seitlich, 40 Zentimeter Abstand“ steht auf dem Blatt ein Referenzbild und ein Satz: „Halte das Handy so, dass dein Gesicht und deine Hände gleichzeitig im Bild sind. Prüf es vorher mit der Selfie-Kamera.“
Wer was liest: Der Schnitt liest sein Schnittblatt, wer vor der Kamera steht, sein Drehblatt. Blueprint, Kurzkarte und Standardseite bleiben Nachschlagewerk, der Kunde liest Blueprint und Standardseite. Keine Rolle braucht die ganze Lieferung.
Tag 1 ist der Auftragsbeginn. Gezählt an den eigenen Dokumenten, nicht geschätzt; Summen über alle Filme bleiben vertraulich.
| Kennzahl | Wert | Basis | Zeitraum | Messweg |
|---|---|---|---|---|
| Lesepensum Schnitt | rund 3.600 bis 7.000 Wörter | Schnittblatt je Film | Stand 26.09.2026 | Wortzählung |
| Lesepensum Kunde | rund 7.300 bis 9.000 Wörter | Blueprint und Standardseite je Film | Stand 26.09.2026 | Wortzählung |
| Protokolleinträge | 22, zwei mit 34 Einzelentscheidungen | Entscheidungsprotokoll | Tag 2 bis 12 | Zählung |
| Uploads zurückgelesen | 27 | Rückleseprotokolle | Tag 11 bis 12 | Zählung |
| Altfassungen aufbewahrt | 24 | Archivordner | Stand Tag 12 | Zählung |
Wie die Filme im Markt abschneiden. Die Werbezahlen gehören dem Kunden und bleiben bei ihm.
Der Auftrag läuft unter Vertraulichkeit: keine Skripte und keine Zahlen, auch nicht im Gespräch. Mit deinen Daten halte ich es genauso.
Marke, Branche, Märkte, Ideen, Skripte, Angles und alle Werbezahlen.
Erzähl mir, woran du gerade arbeitest. Ich höre zu, frage nach und sage dir ehrlich, ob ich helfen kann.
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