Moritz Seipke
Case Study / Creative Strategy

Ich baue Creative-Strategie so, dass am Set niemand mehr als zwei Dokumente lesen muss.

Creative Strategist für eine D2C-Marke, Performance-Video für Meta, laufend. Der Auftrag ist vertraulich, diese Seite zeigt die Methode, mit Beispielen.

Rolle
Creative Strategist, freiberuflich
Kunde
D2C-Marke
Kanal
Performance-Video für Meta
Status
laufend
Das Ergebnis
2
Blätter liest eine Rolle höchstens
Eins je Phase, jedes vollständig. Der Schnitt liest nur sein Schnittblatt, je Film rund 3.600 bis 7.000 Wörter.
9 von 162
Fachbegriffen mussten umgeschrieben werden
Einer blieb bewusst, die übrigen 152 standen schon beim Gewerk, das sie kennt. Kosten: gut drei Prozent mehr Text, Zahlen und Codeblöcke unangetastet.
27
Uploads Wort für Wort zurückgelesen
Jedes hochgeladene Dokument wird gegen die Vorlage verglichen. Eine Gegenprobe mit einem geänderten Wort muss anschlagen.
Die Ausgangslage

Ein Skript ist erst fertig, wenn andere es drehen können.

Als Creative Strategist schreibe ich Skripte. Gedreht, gesprochen und geschnitten wird von anderen. Jedes Gewerk braucht andere Informationen, und jede Übergabe ist eine Stelle, an der eine Regel verloren gehen kann.

Der Stoff ist groß: Die ausführlichen Fassungen hatten zusammen rund 190.000 Wörter. Kürzen allein hilft da nicht, ein knappes Dokument verliert tragende Regeln. Die Lösung ist eine Aufteilung nach Leser.

Wie viel jede Rolle liest, je Film
Am Anfang standen Langfassungen mit zusammen rund 190.000 Wörtern.
Rot: der Wert aus der Kachel oben
Stimme: Stimmblattrund 900, rund 5 Min
Vor der Kamera, vor der Buchung: Casting-Blatt1.300 bis 1.600, 7 bis 8 Min
Vor der Kamera, am Drehtag: Drehblatt2.500 bis 6.000, 12 bis 30 Min
Schnitt: Schnittblatt3.600 bis 7.000, 18 bis 35 Min
Kunde: Blueprint und Standardseite7.300 bis 9.000, 36 bis 45 Min
obere Zahlen: Tausend Wörter je Dokument, untere: Minuten Lesezeit
Wortzählung an den eigenen Dokumenten, Stand 26.09.2026, Spanne über alle Filme; Minuten als eigene Rechnung bei 200 Wörtern pro Minute. Beim Kunden ist die Standardseite eingerechnet, die für alle Filme gilt; mit jedem weiteren Film kommt nur ein Blueprint dazu.
Die Arbeit

Eine Lieferung in Ebenen, am Set ein Blatt je Rolle.

Ebenen

Vier Dokumentebenen.

Der Blueprint je Film trägt die Begründung und wird aufgeschlagen, wenn eine Frage kommt. Die Standardseite gilt für alle Filme und wird nur an einer Stelle gepflegt. Die Kurzkarte fasst jeden Film auf rund 1.000 Wörtern zusammen. Dazu Rollenblätter, eines je Rolle und Phase, jedes vollständig für seine Rolle. Jedes Skript trägt ein geschriebenes Argument, warum es gegen das gewinnen soll, was schon läuft.

Eine Regel, zwei Fassungen: wie die Standardseite bei den Rollen ankommt
BeispielregelStandardseite, Quelle jeder Regel: Untertitel nie über dem Gesichteine für alle Filme, nur dort gepflegt
Drehblatt: unteres Drittel frei lassenfür die Person vor der Kamera
Schnittblatt: Untertitel über oder unter das Gesicht setzenfür den Schnitt
Nicht betroffen, steht dort nicht: Stimmblatt, Casting-Blatt. Jedes Blatt übernimmt nur, was seine Rolle selbst ausführen kann.
Zurück zur Quelle: Vor jeder Übergabe prüfen 8 Gates maschinell, dann lesen zwei Prüfrunden jede Fassung gegen die Standardseite.
Zum Nachschlagen je Film: der Blueprint mit der Begründung, die Kurzkarte mit 900 bis 1.200 Wörtern.
Schema mit einer Beispielregel. Jede Rolle bekommt die Fassung, die sie selbst ausführen kann, und nur diese; die Prüfrunden lesen jede Fassung gegen die Quelle.
Rollen

Ein vollständiges Blatt je Rolle und Phase.

Jede Rolle bekommt ein Blatt, das ohne ein anderes Dokument reicht. Bei neueren Filmen liest die Person vor der Kamera vor der Buchung ein eigenes Casting-Blatt, am Drehtag nur das Drehblatt. Jede Regel hat trotzdem eine einzige Quelle, die Standardseite: Die Blätter übernehmen daraus, was ihre Rolle braucht, und die Prüfrunden lesen jedes Blatt gegen diese Quelle.

Prüfung

Gates, zwei Prüfrunden, Rücklesen.

Vor jeder Übergabe laufen maschinelle Gates, die null melden müssen: Sperrwörter, Wortlaut jedes Bildschirmtexts gegen die Vorlage, Empfängertest, Dateinamen, Wortzahlen. Danach zwei unabhängige Prüfrunden; jeder Befund wird vor dem Umsetzen an der Quelle gegengelesen, Runde zwei prüft die Korrekturen. Jeder Upload wird zurückgelesen, Binärdateien per Prüfsumme.

Zwei Prüfrunden an einem Rollenpaket
Vor jeder Übergabe 8 Gates, Schwelle je Gate 0 Befunde
  • Sperrwörter und Gedankenstriche
  • Gekippte Entscheidungen bleiben draußen
  • Empfängertest fürs Set
  • Bildschirmtext gegen Blueprint und Kurzkarte
  • Untertitel ergeben die Zeile
  • Dateinamen-Querverweis
  • Umlautprüfung mit Selbsttest
  • Wortzahlen je Dokument
Runde 1
28 Befunde: 1 schwer, 14 zu beheben, 13 kleiner
Runde 2
prüfte jede Korrektur aus Runde 1, 24 der 28 bestätigt; neu gefunden nur noch 7, ein Viertel so viele wie in Runde 1.
schwerzu behebenkleinerneu gefunden in Runde 2
Ein Kästchen je Befund, Tag 11 bis 12, ohne Inhalte, nach dem Prüfprotokoll. Die Gates prüfen Form und Wortlaut maschinell; die Prüfrunden lesen den Inhalt gegen die Quelle.
Empfänger

Kein Winkel, kein Zentimeter, kein Pixel am Set.

Anweisungen ans Set bekommen ein Bild und einen Prüfweg, den der Empfänger selbst ausführen kann. Von 162 Fachbegriffen mussten nur neun umgeschrieben werden, einer blieb bewusst stehen, die übrigen 152 standen schon im Abschnitt des Gewerks, das sie kennt. Das kostete gut drei Prozent mehr Text; Zahlen, Timecodes und Codeblöcke blieben unangetastet.

Was neun umgeschriebene Begriffe kosteten
9 von 162 Fachbegriffen umgeschrieben oder zusammengelegtvergrößert: die 10 Kandidaten
maßstäblich: 9 umgeschrieben · 1 bewusst belassen · 152 standen schon beim Gewerk
an 83 Stellen, gut 9 je Begriffein Strich je Stelle; 83 geteilt durch 9 als eigene Rechnung
Text gut 3 % längeroben vorher, darunter nachher, maßstäblich; unverändert blieben Zahlen, Timecodes, Farbwerte, Codeblöcke
Zählung an der Lieferung, Tag 1 bis 12, geprüft gegen den Abzug von vorher.
Kürzen

Jede Kürzung wird gegen die Langfassung geprüft.

Nach jeder Kürzung wird jeder Satz der Langfassung gegen die neue Fassung abgeglichen. So fällt auf, was kein Längentest findet: eine fehlende tragende Regel. Die Blätter wurden von Paket zu Paket länger: Das Drehblatt hatte im frühen Paket knapp 3.200 Wörter, in einem späteren knapp 6.000. Deshalb gibt es heute Phasenblätter, jedes vollständig ohne ein anderes Dokument.

Warum die Person vor der Kamera zwei Blätter bekommt
Drehblatt, frühes Paketknapp 3.200
Derselbe Blatttyp, späteres Paketknapp 6.000
Neuere Filme, vor der Buchung: Casting-Blatt1.300 bis 1.600
Neuere Filme, am Drehtag: Drehblattrund 2.500 bis 3.300
obere Zahlen: Tausend Wörter, untere: Minuten Lesezeit
Bei neueren Filmen liest die Person vor der Kamera vor der Buchung das Casting-Blatt und am Drehtag nur das Drehblatt. Beide zusammen bleiben unter den knapp 6.000 Wörtern des späteren Pakets.
Wortzählung an den eigenen Dokumenten, Stand 26.09.2026. Die ersten zwei Balken sind derselbe Blatttyp in zwei Paketen, nicht dasselbe Blatt. Umriss: Spanne über die Filme. Die Summe je Film ist eigene Rechnung.
Protokoll

Jede Entscheidung steht im Protokoll.

Wo die Vorlage schweigt, sich widerspricht oder rechnerisch nicht aufgeht, entscheide ich offen: Jede Abweichung wird gemeldet, nicht still gebaut. Nach zwölf Tagen standen 22 Einträge im Protokoll, zwei davon mit zusammen 34 Einzelentscheidungen. Überholte Fassungen werden nicht gelöscht, sie tragen „VERALTET“ im Titel.

Beispiel

Wie eine Anweisung ans Set aussieht.

Beispiel, nicht aus der Lieferung

Statt „Kamera 30 Grad seitlich, 40 Zentimeter Abstand“ steht auf dem Blatt ein Referenzbild und ein Satz: „Halte das Handy so, dass dein Gesicht und deine Hände gleichzeitig im Bild sind. Prüf es vorher mit der Selfie-Kamera.“

Wer was liest: Der Schnitt liest sein Schnittblatt, wer vor der Kamera steht, sein Drehblatt. Blueprint, Kurzkarte und Standardseite bleiben Nachschlagewerk, der Kunde liest Blueprint und Standardseite. Keine Rolle braucht die ganze Lieferung.

Die Belege

Umfang der eigenen Arbeit, bewusst ohne Inhalt.

Tag 1 ist der Auftragsbeginn. Gezählt an den eigenen Dokumenten, nicht geschätzt; Summen über alle Filme bleiben vertraulich.

KennzahlWertBasisZeitraumMessweg
Lesepensum Schnittrund 3.600 bis 7.000 WörterSchnittblatt je FilmStand 26.09.2026Wortzählung
Lesepensum Kunderund 7.300 bis 9.000 WörterBlueprint und Standardseite je FilmStand 26.09.2026Wortzählung
Protokolleinträge22, zwei mit 34 EinzelentscheidungenEntscheidungsprotokollTag 2 bis 12Zählung
Uploads zurückgelesen27RückleseprotokolleTag 11 bis 12Zählung
Altfassungen aufbewahrt24ArchivordnerStand Tag 12Zählung
Was als Nächstes zählt

Wie die Filme im Markt abschneiden. Die Werbezahlen gehören dem Kunden und bleiben bei ihm.

Diskretion

Der Auftrag läuft unter Vertraulichkeit: keine Skripte und keine Zahlen, auch nicht im Gespräch. Mit deinen Daten halte ich es genauso.

Bleibt vertraulich

Marke, Branche, Märkte, Ideen, Skripte, Angles und alle Werbezahlen.

Fähigkeiten

Strategie, die am Set ankommt.

Creative StrategyPerformance-CreativeSkript-EntwicklungProduktionsbriefingsQualitätssicherungDokumentationssystemeMeta Ads
Gespräch buchen

Du brauchst Skripte, die am Set funktionieren? Lass uns reden.

Erzähl mir, woran du gerade arbeitest. Ich höre zu, frage nach und sage dir ehrlich, ob ich helfen kann.

30 Minuten · kostenfrei, ohne Verpflichtung · auf Deutsch oder Englisch · konkretes Angebot innerhalb 48 h

Kalender lädt nicht? Termin direkt bei Calendly buchen ↗